Vision 2030

DIALOGPROZESS 'ZUKUNFT FREIBURG' VON METRON/ECOS

Im Mai 2001 eröffnete die Stadt als erste Kommune in der BRD einen Dialogprozess mit der Bürgerschaft unter dem Titel "Zukunft Freiburg" als Vorbereitung zum Verfahren um die Fortschreibung des FNP 2010 mit Informationsabenden in vier Stadtbereichen. Dabei wurden aus dem Kreis der Teilnehmer zahlreiche Fragen gestellt, welche in 11 themenbezogenen Punkten und einem 38-seitigen Antwortkatalog beantwortet wurden. Darauf folgten von Juli bis November 2001 Dialog-Werkstätten in vier, teilweise sehr heterogenen Stadtbereichen statt, in denen sich Arbeitsgruppen nach Stadtteilen bilden konnten. Zusätzlich wurde je eine Werkstatt für Frauen, Jugendliche und zur Nachlese durchgeführt, die Ergebnisse wurden in den StadtNachrichten kommentiert. Ende Januar 2002 wurden in einer Gesamtstadtkonferenz gesamtstädtische Fragen und stadtteilübergreifende Perspektiven bearbeitet wo auch Informationen über die Werkstätten der anderen Stadtbereiche ausgetauscht werden konnten. Abschließend wurden Rückkoppelungs-Werkstätten der verschiedenen Bereiche und Stadtteile von April bis Mai veranstaltet. Schließlich wurden die Protokolle der verschiedenen Werkstätten und ihrer Gruppen fertig gestellt und ein abschließender Workshop mit Vertretern des GR durchgeführt. Die Protokolle gliedern sich nach Bedürfnissen und Ideen in den Stadtteilen. Auch wenn das Pensum der Werkstätten sehr umfangreich war, wurden doch treffende und sachverständige Feststellungen getroffen. Insgesamt erfolgte eine sehr kritische Beurteilung der Verkehrsverhältnisse und des Flächenverbrauchs in Freiburg. Auf der Grundlage der beobachtenden Teilnahme an sämtlichen Veranstaltungen des Dialogprozesses, sowie der Auswertung der Protokolle und Berichte wurden dem Freiburger Forum als Koordinator der AGENDA 21 Arbeitskreise am 1.12.01 die Berichte des AK-Stadtentwicklung, Mobilität und der AG-FNP zugestellt. Dabei enthielt der Bericht des AK-Stadtentwicklung ein städtebauliches Ordnungsmodell, einen Gesamtplan FNP-VEP 2030, eine Beurteilung der Flächenverbrauchslisten, Skizzen der betroffenen Stadtteile mit Eintragungen der Stadtteilzentren, fächerartigen Erschließungen, DB-AG-Trassen und ÖPNV-Verbindungen, sowie die Führung des abgestuften Straßenverkehrs46.

Am 17.7.02 wurde dem neuen OB Dr. Salomon ein umfangreicher Schlussbericht übergeben. Enthalten sind die Darstellung der Leitziele der Freiburger AGENDA 21, Stellungnahmen der AK's-Stadtentwicklung/FNP und Mobilität, das Städtebauliche Ordnungsmodell für AGENDA AK's zum Moderationsverfahren FNP-Fortschreibung LA 21 AK-Stadtentwicklung. Auf eine große Übereinstimmung mit den Beiträgen aus der Bürgerschaft wird in Kapitel A 3 'Querbezüge zu LA 21 Arbeitskreisen und Bürgervereinen hingewiesen47.

In einer kurzen Auswertung wird erwartet dass die Leitziele um weitere wichtige Themen und konkrete Ziele ergänzt, sowie vom GR übernommen werden. Die Erweiterung der Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeitsprüfungen sollen eingeführt werden. Eine weitgehende Übereinstimmung zu den Themen Bürgerschafts-Engagement, Stadtentwicklung und Mobilität wurde festgestellt. Methoden einer neuen Dialog/Konsenskultur, Transparenz sowie ein integrativer Ansatz sollen ermöglicht werden. Die Stadt der kurzen Wege mit ihren unterschiedlichen Facetten wird gefordert. Die mangelnde Einbindung der Wirtschaft wird bemängelt und auf Probleme beim 'Bauen im Bestand' wird hingewiesen. Noch vor Schluss des Dialogprozesses wurde von dem Autor begonnen alle verfügbaren Informationen aus den Stadtteilen detailliert zu bearbeiten und in einem Planwerk darzustellen. Der Autor widmet damit als persönliches Vermächtnis seine Vision einer demokratischen Stadtentwicklung von Freiburg 2030. In dem Entwurf drückt sich das in den AGENDA-21 Leitzielen enthaltene Prinzip konsequent aus. Anhand der verschiedenen Stadtteil-Pläne lässt sich die Variabilität des Modells erkennen, seine Anwendbarkeit erlernen und auf andere Stadtteile, ja auf manch andere Stadt übertragen.

Metron/ecos weisen besonders auf die Notwendigkeit hin, die Methode des Dialogs und die Zusammenarbeit mit den AK's der LA21 bei der Umsetzung der Leitziele des Forums 21 fortzusetzen. Unter Ziffer 3.3.4 wird die Übereinstimmung des städtebaulichen Ordnungsmodell für LA21 AK's mit den Ergebnissen des Dialogverfahrens bestätigt.

FNP-VEP 2030
Plan 10: FNP-VEP 2030


46 Freiburger AGENDA 21 AK-Stadtentwicklung, AG 4.29 v.1.12.01
Als teilnehmende Beobachter der Dialog-Werkstätten bringen wir nachfolgend einen Zwischenbericht über das vorläufige Ergebnis unserer Mitarbeit ein. Es besteht aus:
  • Städtebauliches Ordnungsmodell für die AGENDA-Arbeitskreise zum Moderationsverfahren FNP-Fortschreibung 2010 (Text mit 20 Quellenangaben)
  • Gesamtplan FNP-VEP 2030 mit Eintragungen von 25 Stadtteilen und 15 Sondergebieten, Stadt/Ortsteilzentren mit Fußgängerbereichen, Straßen/Schienen-Trassen sowie Haltepunkten und überörtlichen Grünzügen. (Grundlage Stadt Nachrichten 9/2001 FNP 2010, Zusammenstellung von Bauflächen Stand 4/2000, ergänzt 8/2001)
  • Beurteilung der Flächen (AG4.18 v.21.11.01) sowie Stellungnahmen zu
    Brennpunkten 1-9.
  • Skizzen mit Eintragungen der Orts/Stadtteilzentren, ÖPNV-Linien mit DB-AG/ IC und Güterverkehr, Regional- und Stadtbahn, Schnellbus, 50km/h Alleen, 25 km/h Orts-Straßen mit schematischer Flächenerschließung und Bewertungen der 38 Flächenvorschläge Tabelle 2. (Grundlage Werkstattpapiere Anlage 2 zu Drucksache G 01177, Liste und Grundlageninfo zu möglichen Flächen, Register 1-6)
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3. Querbezüge zu LA21 AK's und Bürgervereinen S.56ff.
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