DEMOKRATISCHE STADTENTWICKLUNG =
ENTWICKLUNG DER STADTTEILE +
INTEGRIERTER FNP/VEP 2030
Die Baugeschichte der vordemokratischen Stadt ist geprägt von expansionistischen und kolonistischen Formen der feindlichen Übernahmen. Gründe dafür waren die Verschuldung durch ständige Fehden der Feudalherren, Erbauseinandersetzungen, Folgen des 30-jährigen Krieges und der Reformation, Annektion, aber auch der Gebietsreform). Im Gegensatz dazu sucht demokratische Stadtentwicklung den ökologischen, ökonomischen und sozialen Ausgleich von Interessen der Beteiligten.
Auf den Wiederaufbau und Ausbau des Stadtzentrums muss jedoch die Entwicklung der Mitte seiner Stadtteile zu einer "Stadt der kurzen Wege" folgen. Statt eines quantitativen Flächenverbrauchs des Umlands sind qualitative Verbesserungen im Bestand der Stadtteile geboten. Diese gehen in Richtung einer dem Stadtzentrum proportionalen Ausstattung mit Fußgängerbereichen, einem differenzierten Ausbau und Preisgefüge des ÖPNV, Räumung von zweckentfremdeten Wohnungsbau, Ersatzbauten für Büros, Stadtteilmärkte, Einrichtungen für Zweigstellen für VHS, Stadtbibliothek, Kommunales Kino, Sport und Freizeit. Der vordemokratisch gewachsenen Stadt müssen endgültige Grenzen für eine demokratische Stadt/Umlandentwicklung gesetzt werden. Die Stadt ist an ihre Grenzen gestoßen, was noch verfügbar ist muss für zukünftige Generationen bis an das Ende der Zeit bleiben. Dafür steht ein integrierter FNP/VEP 2030 auf der Basis der Leitziele der Freiburger AGENDA 21.
28 Stadtteile + 14 Sondergebiete = Freiburg
A: Altstadt, B: Betzenhausen, BR: Brühl-Beurbarung, E: Ebnet, G: St.Georgen, GÜ: Günterstal, HA: Haslach, HE: Herdern, HO: Hochdorf, K: Kappel, L: Landwasser, LE: Lehen, LI: Littenweiler, M: Messplatz, MO: Mooswald, MU: Munzingen, N: Neuburg, O: Oberau, OP: Opfingen, R: Rieselfeld, ST: Stühlinger, T: Tiengen, V: Vauban, WA: Waltershofen, W: Waldsee, WE: Weingarten, WI: Wiehre, Z: Zähringen.
14 Sonder-, Gewerbe- und Industriegebiete:
1: Gewerbe-/Industriegebiet Hochdorf, 2: Industriegebiet Nord, 3: Flugplatz, Messe, 4: UNI 15. Fakultät, 5: Hauptfriedhof, 6: UNI Kliniken, 7: Institutsviertel, 8: Behördenzentrum, 9: Gewerbegebiet-Lehen, 10: GEW-Haid, 11: GEW-Süd, 12: Postbahnhof, H.v.Stephan Str., 13: Stadthalle, Musikhochschule, DFG, Bertold-Gymnasium, 14: Sportanlagen Ost.
Verkehr:
Die DB AG baut die Rheintalstrecke entlang der A5 je zweigleisig für Güter- und ICE-Fernverkehr aus. Das alte Netz wird von der Breisgau S-Bahn übernommen, 8 alte Bahnhöfe werden reaktiviert, 8 neue Haltestellen eingerichtet, erhöhte Takte und ein moderner Wagenpark angestrebt. Parallel laufende Stadtbahn-Abschnitte werden reduziert, Randgebiete durch Ökobus-Linien, Hanglagen durch Kleinbusse ergänzt.
ÖPNV (DB-AG mit Anschluss an den internationalen Bahnverkehr:
ICE), Breisgau-Bahn mit Verbindungen nach Basel, Mühlhausen/Flugplatz,
Breisach, Colmar, Offenburg, Kehl, Strassburg,
---------- Waldkirch, Titisee, Neustadt, Schluchsee
Stadtbahn/ÖKO-Bus im 5 Min-Takt, Null-Plus Grundtarif mit
.......... Anbindung Schauinslandbahn
Reaktivierung der alten Stadtteilbahnhöfe, Wendeschleifen
Nord (Zähringen) /Süd (Uffhausen) für 5 Min-Takt auf der
Alten Güterbahn/Hauptbahnhof-Linie, Haltestellen an den
Schnittpunkten Breisgaubahn/Stadtbahn.
Der Ziel/Quellverkehr nach dem 'Gießkannenprinzip' von Bund/ Landes/ Kreis-Straßen muss mit einer 'Freiburger Strasse' und den vorhandenen 'Alleen' in ein geschlossenes Netz überführt werden. Die Stadtteile werden dabei über eigene Anschlüsse fächerartig erschlossen, Verkehr reduziert sich etwa auf den Bestand an Fahrzeugen im Stadtteil, Straßen können rückgebaut werden, jede/r erreicht seine Garage. Das lokale Netz ist an das überregionale System angeschlossen. Die B31-Ost mit dem Abschnitt Stadttunnel wird 2-streifig bis Breisach geführt, die A5 6-streifig ausgebaut.
====== 100 km/h Autobahn A5, E4
75 km/h Bund-, Land-, Kreis-Straßen, weitgehend kreuzungsfreier Kreisverkehr, Freiburger-, Westrand-Str.
_ _ _ _ _ B31Süd/Ost, B 294, Dreisamtunnel 2-spurig
L 121, 122, 124, 133, 187,
_______ K 9853, 9855, 9859, 9860, 9861
50-km/h Alleen
25 km/h Stadtteil-Straßen
P+R Plätze an Knotenpunkten Straßenverkehr/ÖPNV.