Vision 2030

GÜ: GÜNTERSTAL 2030

Günterstal
Plan 19: Günterstal

Grundlagen

Der Ort Günterstal wurde im Jahr 804 erstmals erwähnt, war eng mit der Geschichte des Klosters Günterstal verbunden und wurde 1890 kaiserzeitlich von Freiburg eingemeindet. Die Gemeinde hatte 1961: 1996 EW und ging bis ins Jahr 2000 auf 1.556 EW zurück.

Um den Stand der Infrastruktur zu verbessern, sieht die FNP-Planung der Stadt bis 2010 deshalb Erschließungen für Wohnungsbau im LSG und Wald vor: Mathiasmatte (5 Hektar Auenwiese), Maienbach (11 Hektar Wald) und Brändenberg (9,2 Hektar Wald). Gegen die Überbauung der Mathiasmatte spricht u.a. die Störung des Ortseingangs, während eine Bebauung des Brändenberges in Nähe des Ortzentrums vertretbar wäre.

Handelt es sich hier doch um sauere, steinige Waldböden, die nur durch intensive Kultivierung aufwertbar sind (Skizze Hanglagen)50. Die Stadt vertritt im Dialogprozess51 die Meinung: dass nur bei Entwicklung aller drei Günterstäler Flächenvorschläge die dauerhafte Wiederaufnahme eines einzügigen Grundschulbetriebs möglich sei. Hier wird die Auffassung vertreten, dass die Inanspruchnahme der Flächen Mathiasmatte und Maienbach bei einer maßvollen Verdichtung des Stadtteils nicht erforderlich ist.

Brändenberg-Bebauung, Grundstück:

Es handelt sich um eine Fläche von 92.000 qm an einem um etwa 50 m nach Südwesten abfallenden, bewaldeten Hang hinter dem Kloster St.Lioba zwischen der Bebauung entlang der Riedberg-Strasse und der Waldstrasse nach St.Valentin. Das Gelände liegt nahe dem Ortzentrum und kann von einem Abzweig des Wiesenweges entlang der vorhandenen Trasse der Waldstrasse über ein PKW-Untergeschoss erschlossen werden.

Die Parzellierung in nach Süden ausgerichtete 200 qm große Grundstücke bietet sich an und ermöglicht eine 2,5 geschossige Hangbebauung als Großform von rechnerisch 460 Familien-Wohnungen mit einer Größe von bis zu 125 qm WFL und einem Gartenstück von je 100 qm mit Talblick. Das Grundstück kann in 2 Stufen bebaut werden: Rohbau als einheitliches Skelettsystem mit unbegrenzter Variabilität, Ausbau von Wohnbaugruppen in weitgehender Eigenleistung.

Infrastruktur:

Durch die Ansiedlung von 460 Familien können sich ein Bürgerhaus in der alten Schule, eine 3-zügige Ganztagsschule, ein Kommunales Kino in der Turnhalle, ein EKZ mit Markthalle, sowie Zweigstellen der VHS und Stadtbücherei auf dem Gelände des Klosters, sowie zwei Kindergärten bei St.Lioba tragen.

Verkehr:

Der ÖPNV erfolgt wie bisher über die Stadtbahn Linie 4 bis zur Umstellung auf Ökostrom-Bus mit Haltestellen Talstation der Schauinslandbahn und Horben. In den Hanglagen verkehren Sammel-Taxibusse. Die L 124 umgeht als 50-km/h vertieft liegende Lärmschutz-Strasse zwischen Abzweig Breitmattenweg über die Waldfahrstraße bis zur Kyburg den Stadtteil. Der Kfz-Verkehr im Stadtteil wird von beiden Abzweigungen als 25-km/h Strasse fächerförmig geführt. Straßenraum bleibt frei

Hanglagen
Plan 20: Hanglagen


50 Kirsch, J.H.Immo Abschied von Freiburg 1994, S.10.3
51 Stadt Freiburg, Dialogprozess Kurzbeschreibung 33 Gün 1b
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