Vision 2030

WA: WALDSEE 2030

Waldsee
Plan 36: Waldsee

Ein Stadtplan von 1915 zeigt das Gebiet noch unbebaut, doch im Zuge der Methoden vordemokratischer Landnahmen wird bis 1939 auch der Bereich Waldsee ähnlich dem städtebaulichen Konzept Mosswald bebaut. Der neue Stadtteil beginnt am Messplatz und bildete mit dem Hirzberg/Bromberg-Grünzug die engste Stelle des Dreisamtals. Seine Ausdehnung reicht im Süden vom Bleichendobelkopf im Stadtwald Schauinsland bis zum Einschnitt des B31-Tunnels und der Höllentalbahn entlang des Stadtteils Littenweiler im Osten und Wiehre im Westen, sodann nördlich der Schwarzwald-Strasse bis zum Rosskopf im Norden, der Gemarkung Ebnet im Osten und dem Stadtteil Oberau im Westen.

Der Stadtteil hatte 1961 6.023 EW, deren Zahl bis 1987 auf 4.730 fiel und erst bis 2000 wieder auf 5.304 EW anstieg. Waldsee weist keine zentrale öffentliche Einrichtung aus, dominierend sind die Sportanlagen entlang der Dreisam. Im Talboden zwischen Schwarzwald-Str. und Höllentalbahn wurde die zentrale Achse der Hansjakobstrasse angelegt und ein sozial wenig differenziertes Wohngebiet mit Zwei- und Mehrfamilienhäusern fischgrätenartig erschlossen, sowie die Hlg. Dreifaltigkeitskirche errichtet. Nach Süden stellt der Konrad-Guenther-Park, nach Norden das Strandbad die Verbindung zum Stadtwald her. Zwischen Schwarzwald-Str. und Dreisam, sowie zum Waldsee entwickelten sich nach 1945 zusammenhängende Sportanlagen.

Wie im Mooswald wird eine begrenzte Umlegung und Verdichtung von Gebieten zum Zwecke der Ansiedlung von Wohnbaugruppen für junge Familien vorgeschlagen. Auch soll ein Grünzug von den Sportanlagen an Dreisam und Waldsee die Verbindung herstellen. Hierzu werden überdeckte Pergolen, Sitz/Spiel-Gruppen usw. vorgesehen. Als Kristallisationspunkt für ein zukünftiges Stadtteilzentrum eignet sich die Dreifaltigkeits-Kirche, wo ein EKZ mit Markt nach dem Modell der Elsässer-Str. und Mariahilf im breiten Straßenraum der Hansjakob-Strasse möglich ist. Die fehlenden bürgerschaftlichen Strukturen wie Bürgerhaus, Zweigstellen von VHS, Stadtbibliothek, Kommunales Kino usw. sind an die Anlagen im Konrad-Guenther-Park und am Waldsee angebunden, während die UNI- und regionalen Sportanlagen an der Dreisam ausgebaut werden. Die Dreisam wird dereguliert und die entstehenden Inseln als Erweiterung des Uferparks zwischen Lehen und Ebnet gestaltet. Kartaus, Jugendherberge und Waldsee werden im ÖPNV-Netz vom Sammeltaxi erreicht.

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